Gründe für die abendliche Unruhe

Unruhige Babys am Abend und Dauerstillen

© David Pereiras - Fotolia.com

Jeden Abend dasselbe!

Der Partner kommt nach Hause und Ihr freut Euch auf ein Gespräch während des gemeinsamen Abendessens, da der Tag mit Stillen, Windelwechsel und Tragen gefüllt war.

Und dann kommt alles anders…

Euer Baby ist unruhig, weint, schreit, lässt sich nicht mehr ablegen, trinkt im Minutentakt. Ihr habt das Gefühl, die Brust ist komplett leer, wie Euer Magen auch! An Gespräche mit dem Partner ist gar nicht mehr zu denken.

Was ist nur los?

Am Tage schlafen viele Babys etappenweise recht entspannt und wirken ausgeglichen. Die Geräusche des alltäglichen Treibens um sie herum vermittelt Sicherheit. Sie schlafen, nehmen jedoch trotzdem um sich herum sehr viel wahr.

Sie schlafen ein und nach 10-20 Minuten vergewissern sie sich, ob noch alles um sie herum Sicherheit bietet. Ist dem so, können sie beruhigt weiterschlafen. Am Abend, wenn es dunkel wird müssen sie um mehr Aufmerksamkeit bitten, da es im menschlichen Ursprung so war, dass unter freiem Himmel genächtigt wurde und die Gefahr, von wilden Tieren gefressen werden zu können allgegenwärtig. Zudem wurden am Tage die notwendigen Arbeiten verrichtet, sodass dann am Abend viel Zeit zum ausgiebigen Stillen zur Verfügung stand.

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Das in der Entwicklung befindliche Gehirn des Säuglings ist am Abend sehr empfindsam und benötigt Beruhigung und Trost, was über Saugen und Körperkontakt geschieht. Viele Schwangere kennen das Phänomen, am Tage, wenn sie in Bewegung waren, gab es kaum Kindsbewegungen und dann zur abendlichen Ruhe wurde das Baby im Bauch plötzlich munter und sorgt für Unruhe.

In den ersten 12 Wochen entwickeln sich die Babys rasant und es scheint eine Art Übergangsphase darzustellen, bis sie sich an das neue Leben außerhalb des Mutterleibes gewöhnt haben.

Wenn es dann am Abend dunkler wird, passiert auch etwas bei der stillenden Mutter. Im Blut steigt der Prolaktinspiegel. Prolaktin ist wichtig für eine ausreichende Milchbildung und zudem entspannt es die Mutter hervorragend.

Ok, das ist dann nach den ersten 12 Wochen besser, aber was könnt Ihr bis dahin tun?

Organisiert Euch am besten eine Art Picknick auf dem Sofa und stillt Euer Baby nach Bedarf, während Ihr gemeinsam Fingerfood zu Euch nehmt und dann in den Ruhephasen plaudern könnt. Ein Tragetuch o.ä. ist immer sinnvoll, um Euer Baby zu beruhigen und trotzdem die Hände frei zu haben.

Babymassagekurse können ebenfalls hilfreich sein, um Elemente zu erlernen, die in diesen Unruhephasen sehr heilsam wirken.

Geduld und Ruhe sind wichtig, um diese Phase gut zu meistern. Solltet Ihr beunruhigt sein, dann sucht das Gespräch mit der Hebamme und dem Kinderarzt.

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