Kind und Karriere

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Als ich vor 18 Jahren mit meiner Tochter schwanger war,bekam jede Frau in Deutschland statistisch 1,3 Kinder. Es gab zu der Zeit den Erziehungsurlaub für 3 Jahre, aber gegenüber dem heutigen Elternzeitgeld weniger finanzielle Unterstützung. Mein Widereinstieg in den Beruf war erst nach 2,5 Jahren möglich, da es vorher keine Betreuungsmöglichkeit für meine Tochter gab. Heute bekommt laut Statistik jede Frau in Deutschland 1,5 Kinder und man könnte vermuten, dass die Bedingungen optimaler für Familien geworden. 
 

Karrierechancen

Frauen haben in Deutschland heute ähnliche Bildungsabschlüsse, wie Männer und sie sind motiviert, ihren Beruf aktiv und erfolgreich auszuüben. Die Elternzeit ,die im Anschluss folgende Betreuung der Kinder zieht einen Karriereknick nach sich, da oftmals nur eine Teilzeitbeschäftigung möglich ist.
Das hat dann zur Folge, dass das Familieneinkommen geschmälert ist und auch die Vorsorge für die Altersrente gemindert wird.
 

Befristete Arbeitsverträge

Viele junge Frauen haben befristete Arbeitsverträge,die die Familienplanung undenkbar erscheinen lassen und die Neuanstellung mit einem Kleinkind sorgt oft für Stirnrunzeln auf Seiten des Arbeitgebers, da er häufige Krankentage erwartet.
 

Väter in Elternzeit

Es gibt mittlerweile auch mehr Väter, die die Elternzeit in Anspruch nehmen, allerdings sehr selten, da sie ja oft ein höheres Einkommen aufweisen als Frauen und auch Widerständen des Arbeitgebers gegenüberstehen oder ihnen die mangende gesellschaftliche Anerkennung Probleme bereitet.

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Das Liebespaar wird zum Elternpaar.

In den ersten 3 Lebensjahren ist die Zeit für Zweisamkeit sehr knapp, bis kaum denkbar. Das beeinflusst natürlich die Beziehung zwischen den Partnern und da stellt sich oft die Frage: „Halten wir das aus?“ Plötzlich steht die Organisation der Kinderbetreuung auf dem Programm, schlaflose Nächte zehren an den Nerven, vielleicht sind auch finanzielle Belastungen ein Thema und dann steht vielleicht nur ein Elternteil allein mit dem Kind da?

Zeit für Familie

In meinem näheren Umfeld konnte ich in Gesprächen feststellen, dass Mütter sehr gern Zeit mit ihren Kindern verbringen und gern auch länger als 1 Jahr in Elternzeit wären. Aber die Ängste, vielleicht nicht mehr in den Job zurückzufinden oder das Studium oder die Ausbildung nicht beenden zu können, bewegen oft Mütter dazu, sich gegen ihren Wunsch zu entscheiden.


Brauchen wir für die Lösung dieser Probleme politische Entscheidungen/Veränderungen bezüglich der finanziellen Absicherung der Familien?

Benötigen wir mehr Netzwerke für junge Eltern, die das Familienleben unterstützen? Fehlt es an gesellschaftlicher Wertschätzung gegenüber Familien?
Oder sollten wir nur unsere Ansprüche überdenken?

Was meint Ihr dazu? Lasst uns darüber diskutieren und erzählt von Euren Erfahrungen! Vielleicht habt Ihr gute Hinweise und Tipps?

 

Ich bin sehr gespannt auf Eure Beiträge und Erfahrungen,

Eure Nancy!

 

Quellen:
  http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=de&pcode=tsdde220&plugin=1

  https://de.statista.com/statistik/daten/studie/290386/umfrage/umfrage-in-deutschland-zu-frauen-und-maennern-nach-bildungsabschluss/




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